--->stadtmagazin, Krefeld

"Grace" - das verheißt, eine Huldigung an den unverwüstlichen, aber doch recht früh, fett gestorbenen King Elvis: Bassist Jochen, Gitarrist und Sänger Andreas und Drummer Nils frönen dem Rock Blues/Blues Rock, den sie darbieten, seit ca. einem Jahr gemeinsam, vor her war jeder aber schon in anderen Projekten tätig.
Mit dem Vorhaben "back to the roots" wurde zunächst in der Tat ei frig Elvis gecovert, aber meist spielt das Trio eigene Songs, mit allen textlichen Facetten, über Herzschmerz, Freuden und Niederungen des real existie renden Lebens, und verarbeiten viele Erlebnisse, grauenhafte Einschnitte des menschlichen Daseins, am eigenen Leben er lebt. So handelt einer der gefühlvollen Songs von Grace vom Tod eines guten Freundes, und alles andere ist auch sehr emotional.
Hin und wieder fließen auch Thrash Metal Einflüsse ein, der musika lische Werdegang von Jochen Blachucinski läßt sich nicht verleugnen, die langen Haare tun ihr übriges.
Auch "Grace" hat schon das Forum für jedermann, die all mittwöchliche Aktionskneipe der Kufa, gerne wahrgenommen. Ansonsten tritt man in klei neren Clubs auf, wie bei Onkel Dieter im Desert 99, der un gefähr vom selben Jahrgang wie Onkel Presley zu sein scheint.

(April 2000)

--->Westdeutsche Zeitung

Bereits zum dritten Mal ging diese Benefizveranstaltung des Schülerparlaments zu Gunsten der Wuppertaler Tafel über die Bühne, die - ganz nebenbei - "un bekannteren, aber guten Bands aus der Region die Chance geben soll, aufzutreten", wie Bezirks schülersprecherin Eva Hocke er klärte.
Zwischen 200 und 300 überwiegend jugendliche Besu cher genossen die gute Stimmung. Eva Hocke: "Für sechs oder acht Mark Eintritt an der Abendkasse kriegt man ja auch wirklich was geboten."
Für die Zukunft wünscht sich Hocke, auch wenn sie nach be standenem Abitur ihr Amt jetzt an Tina Meyer abgibt, mehr Unter stützung: "Wir hatten zum Bei spiel große Probleme, unsere Plakate aufzuhängen. Für so ein Benefizkonzert könnten die Ein zelhändler ruhig mal eine Aus nahme machen."
Dennoch wird es weiter einmal im Jahr ein "Fressdival" geben: "Selbst, wenn wir nur 100 Mark zusammenkriegen würden, wäre es eine gute Aktion." Die Bands, aus 13 Bewerbern ausgewählt, dürften da kaum wiedersprechen, und zwischen melodischen Gitar renpop, Alternative, Hardrock und Heavy Metal konnten Grace, Doc Bone, Anna L., Gulliver, Donstyle, Injera und Still on the Van jedem Besucher etwas bieten.

(26. Juni 2000)


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